Dürbeck: Es droht ein frühes Aus für die Kulturmeile!

CDU: Offensives Magistrats-Bekenntnis zum Denkmalschutz für das Wolkenfoyer ist kritisch

Frankfurt am Main, 15. Dezember 2020 - Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Thomas Dürbeck, kritisiert Planungsdezernent Mike Josef und Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig (beide SPD), die den Denkmalschutz für das Wolkenfoyer der Städtischen Bühnen öffentlich begrüßt haben.

„Es hätte doch genügt, den Denkmalwert des Wolkenfoyers einfach nur zur Kenntnis zu nehmen. Die beiden Stadträte haben aber die Ausweisung des Wolkenfoyers als Kulturdenkmal ausdrücklich begrüßt. Damit verbauen sie buchstäblich nicht nur einen Neubau der Bühnen an dieser Stelle, sondern sie machen sogar ihren eigenen Vorschlag einer Kulturmeile unmöglich.“

Dürbeck begründet seine Auffassung mit dem Platzbedarf eines Opernneubaus in der Neuen Mainzer Straße: „Wenn das Wolkenfoyer bleibt, wird es am Willy-Brandt-Platz kaum gelingen, auf der Stelle des jetzigen Opernhauses die Ausgleichsflächen für den Eingriff in die geschützten Wallanlagen zu schaffen. Dann fehlt ein entscheidendes Glied in der Kette, und für die Kulturmeile droht ein frühes Aus.“

Das Wolkenfoyer habe unstreitig architektonische und künstlerische Qualitäten. „Aber wenn es erhalten werden muss, dann wird sich auch an der Situation des Willy-Brandt-Platzes nichts ändern, den alle städtebaulich für unbefriedigend halten. Ein Abriss kommt kaum in Betracht, denn beide Stadträte haben ja im Wissen um diese Situation die Entscheidung ausdrücklich begrüßt und sogar noch hervorgehoben, dass die Integration des Wolkenfoyers eine herausfordernde Bau- und Planungsaufgabe sei. Wenn Hartwig und Josef das aber so sehen, verstehen wir nicht, warum sie das nicht schon vor Jahren kundgetan haben. Dann hätte man darüber debattieren können und möglicherweise hätte der Auftrag für die Stabsstelle Städtische Bühnen und die Überprüfung der Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2017 anders ausgesehen.“

„Nach dem Vorpreschen der beiden Dezernenten ist jedenfalls die Sinnhaftigkeit der bisherigen Arbeit der Stabsstelle stark in Frage gestellt. Gleichwohl sollte die Prüfung der Alternativstandorte nicht aufgeben werden. Sie ist nach wie vor nötig, um kostspielige Interimsstätten mit allen Risiken für Künstler und reduzierte Zuschauerplätze möglichst zu vermeiden. Genau diese Gefahr besteht aber jetzt durch das Verhalten der beiden Dezernenten. Das Wolkenfoyer dort lassen zu müssen, wo es ist, könnte einen Erhalt von Oper und Schauspiel am jetzigen Standort erzwingen.“

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