Senioren-Union: Koalition respektlos gegenüber alten Menschen

Frankfurt am Main, 25. Mai 2021 - Bei den 223 Seiten des Koalitionsvertrages von Grünen, SPD, FDP und Volt umfasst das Kapitel zur Situation alter Menschen in Frankfurt nur ganze 27 Zeilen oder 0,4 %.

„Dies zeigt den Stellenwert, den alte Menschen in dieser neuen Koalition haben. Die möchte die alten Menschen einfach nur loswerden“, so Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt.

„Selbst diese wenigen Zeilen beinhalten nur Allgemeinplätze und gehen keineswegs auf die besonderen Lebenslagen der Seniorinnen und Senioren ein.“ Alarmierend sind jedoch die Festlegungen der Koalition auf anderen Gebieten z.B. zum Verkehr, die gerade die Lebenslagen der alten Menschen negativ beeinflussen werden. Der jetzt mit lautem Halali aufgerufene Wettlauf zur Vernichtung von Parkplatzen in der Stadt und den Straßen im Stadtteil, der Verzicht auf den Bau von Tiefgaragen bei Neubauten und die Planung von absolut verkehrsfreien Wohngebieten trifft die alten Menschen an ihrem Lebensnerv. Wie sollen die ambulanten Pflegedienste und Hausärzte ihr Pensum zur Versorgung ihrer Patienten schaffen, wenn sie keinen Anliegerparkplatz mehr finden, und wie sollen die Krankenfahrten durchgeführt werden? Gerade mobilitätsbehinderte alte Menschen sind auf ihr Auto oder ihren Behindertenparkplatz angewiesen. Wie sollen sie Friedhofsbesuche machen oder auswärtige Verwandtenbesuch empfangen, wenn die Parkplätze weg sind. Zynisch ist es zudem, wenn die alten Menschen auf das Fahrrad verwiesen werden und altersdiskriminierend, wenn Vergünstigungen im ÖPNV für Alte nur gewährt werden, wenn sie nach 9 Uhr die Busse und Bahnen benutzen.

„Wer nicht zum LSBTIQA Personenkreis zählt, hat von dieser Koalition nicht viel zur erwarten und als alter Mensch schon gar nicht“, betonte Erika Pfreundschuh. “Wo ist der Respekt vor der Lebensleistung alter Menschen? Wo ist der Fürsorgegedanken für Menschen, die gesundheitlich beeinträchtigt sind? Die mangelnde Empathie gegenüber alten Menschen zeigt, dass diese linke Koalition die Stadtgesellschaft spaltet und große Teile der Gesellschaft ausschließt. Dass dazu gerade die hilfsbedürftigen und alten Menschen gehören, ist erschütternd.“

Inhaltsverzeichnis
Nach oben